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Fallgruppeneinteilung zur Abwasserentsorgung

Die Abwassersituation in allen Gemeinden und Ortsteilen wird fortlaufend durch das Wasserwirtschaftsamt kartiert.

Für eine frühzeitige Abklärung der Abwasserentsorgung bei Bauanträgen und Nutzungsänderungen können diese Daten aufgerufen werden.

Erläuterung zu Fallgruppen und Reinigungsklassen

Die einzelnen Fallgruppen bedeuten:

I
Gebiete, in denen das Abwasser bereits zentral entsorgt wird oder vor der Nutzung der Bebauung zentral entsorgt werden wird.
Das bedeutet: Der Anschluss an eine gemeindliche Abwasseranlage ist möglich.

II
Gebiete, in denen das Abwasser kurzfristig (bis ca. 7 Jahre) zentral entsorgt werden wird und somit übergangsweise eine Einleitung des gereinigten Abwassers entweder in den Untergrund oder in ein oberirdisches Gewässer in Betracht kommt ("kurzfristige Übergangslösung").
Das bedeutet: Kleinkläranlage nach DIN 4261 ohne biologische Stufe.

III
Gebiete, in denen damit zu rechnen ist, dass die Gemeinde längerfristig (mehr als 7 Jahre) die notwendigen Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße zentrale Ent-sorgung nicht schaffen wird und eine Einleitung von mechanisch-biologisch gerei-nigtem Abwasser entweder in den Untergrund oder in ein oberirdisches Gewässer in Betracht kommt ("längerfristige Lösung").
Das bedeutet: Kleinkläranlage nach DIN 4261 mit biologischer Stufe.

K
Falls die Fallgruppe III zusätzlich mit einem "K" gekennzeichnet ist, bedeutet dies, dass die Ortschaft sich im Karst befindet und eine direkte Versickerung in den Un-tergrund nicht zulässig ist. Hier sind höhere Anforderungen zu stellen. Der Ab-schnitt C Nr. 3.2.2 Merkblatt Nr. 4.4/22 "Anforderungen an Einleitungen von häuslichem und kommunalem Abwasser sowie an Einleitungen aus Kanalisatio-nen" vom 01.10.2008 des Bayer. Landesamtes für Umwelt ist zu beachten.
 

IV
Alle sonstigen Gebiete, bei denen Bauvorhaben mit Kleinkläranlagen als Einzelfall unzulässig sind oder im Einzelfall weiterhin dem Wasserwirtschaftsamt vorgelegt werden müssen.
Das bedeutet: Entscheidung, ob das Bauvorhaben möglich ist und Festlegen von Auflagen im Einzelfall durch das Wasserwirtschaftsamt.

Reinigungsklassen für Kleinkläranlagen:

Definiert nach den Zulassungsgrundsätzen für allgemein bauaufsichtliche Zulassung für die Anwendung von Kleinkläranlagen durch das Deutsche Institut für Bautechnik.

1. Anlagen mit Kohlenstoffelimination -> Klasse C
2. Anlagen mit zusätzlicher Nitrifikation -> Klasse N
3. Anlagen mit zusätzlicher Denitrifikation -> Klasse D
4. Anlagen mit zusätzlicher Phosphorelimination -> Klasse C, N, D, +P
5. Anlagen mit zusätzlicher Hygienisierung -> Klasse C, N, D, +H

Diesen Reinigungsklassen liegen folgende Anforderungswerte zugrunde, deren Einhaltung im Rahmen des bauaufsichtlichen Zulassungsverfahrens (Verfahrens zur Prüfung der Reinigungs-leistung gemäß Anhang B der DIN EN 12566-3) durch ein zugelassenes Prüfinstitut geprüft wird:

Klasse C N D +P +H
Chemischer Sauerstoffbedarf CSB mg/l 150* / 100** 90* / 75** 90* / 75** - -
Biochemischer Sauer-stoffbe-darf BSB5 mg/l 40* / 25** 25* / 15** 25* / 15** - -
Ammonium-Stickstoff NH4-N mg/l - 10** 10** - -
Anorganischer Stickstoff Nanorg mg/l - - 25** - -
Phosphor P mg/l - - - 2** -
faecal coliforme Keime in 100 ml KBE - - - - 100*
Abfiltrierbare Stoffe AFS mg/l 75* 50* 50* - -


* ermittelt aus der qualifizierten Stichprobe, bei faecal coliformen Keimen einfache Stichprobe
** ermittelt aus der 24-h Mischprobe


Anlagen ohne allgemein bauaufsichtliche Zulassung, wie z. B. vor Ort hergestellte Abwassertei-che oder Pflanzenbeetanlagen, müssen gemäß den allgemein anerkannten Regeln der Technik (a.a.R.d.T.) bemessen, errichtet und betrieben werden. Die Erfüllung weitergehender Anforde-rungen hinsichtlich der Abwasserbehandlung erfordert bei diesen Systemen bestimmte konstruk-tive Maßnahmen sowie eine auf die Erreichung des Qualitätsziels ausgerichtete und nachgewie-sene Bemessung, Betriebsweise und Wartung der Bauwerke.

  Gemeinde Dateigröße Stand
 Amberg[pdf-Datei] [121 KB]23.09.2011
 Ammerthal[pdf-Datei] [98 KB]23.09.2011
 Auerbach[pdf-Datei] [126 KB]23.09.2011
 Birgland[pdf-Datei] [124 KB]23.09.2011
 Ebermannsdorf[pdf-Datei] [99 KB]23.09.2011
 Edelsfeld[pdf-Datei] [101 KB]23.09.2011
 Ensdorf[pdf-Datei] [101 KB]23.09.2011
 Etzelwang[pdf-Datei] [101 KB]23.09.2011
 Freihung[pdf-Datei] [150 KB]06.06.2014
 Freudenberg[pdf-Datei] [174 KB]22.10.2012
 Gebenbach[pdf-Datei] [89 KB]23.09.2011
 Hahnbach[pdf-Datei] [123 KB]23.09.2011
 Hirschau[pdf-Datei] [60 KB]23.09.2011
 Hirschbach[pdf-Datei] [103 KB]23.09.2011
 Hohenburg[pdf-Datei] [43 KB]23.09.2011
 Illschwang[pdf-Datei] [102 KB]23.09.2011
 Kastl[pdf-Datei] [123 KB]23.09.2011
 Koenigstein[pdf-Datei] [100 KB]23.09.2011
 Kuemmersbruck[pdf-Datei] [100 KB]23.09.2011
 Neukirchen[pdf-Datei] [121 KB]23.09.2011
 Poppenricht[pdf-Datei] [100 KB]23.09.2011
 Rieden[pdf-Datei] [158 KB]05.09.2014
 Schmidmuehlen[pdf-Datei] [104 KB]23.09.2011
 Schnaittenbach[pdf-Datei] [100 KB]23.09.2011
 Sulzbach-Rosenberg[pdf-Datei] [122 KB]23.09.2011
 Ursensollen[pdf-Datei] [123 KB]23.09.2011
 Vilseck[pdf-Datei] [51 KB]23.09.2011
 Weigendorf[pdf-Datei] [97 KB]23.09.2011

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